Aktuelles
Das aktuelle Interview mit Bürgermeister Berndt Happel
Berndt Happel im Juli 2011Frage:
Herr Bürgermeister Happel, Sie haben während der 75-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Übernthal die Bedeutung der Feuerwehren hervorgehoben. Könnten Sie noch einmal näher darstellen, wie Sie das meinten?
Antwort:
Die Feuerwehr ist für mich die sinnvollste und beste ehrenamtliche Tätigkeit, die man sich vorstellen kann. Es hat schon etwas von Berufung, wenn man unentgeltlich seine Freizeit opfert und zum Teil seine Gesundheit aufs Spiel setzt, zum Wohle der Allgemeinheit. Solch ein Engagement kann man gar nicht hoch genug hervorheben.
Frage:
Welche Bedeutung/welchen Stellenwert hat in diesem Zusammenhang die Jugendarbeit der Siegbacher Wehren?
Antwort:
Die Feuerwehr kann nur funktionieren, wenn Disziplin, Ordnung und Kameradschaft funktionieren. All diese Dinge können die Jugendlichen dort lernen, in ihr tägliches Leben aufnehmen und können sich somit einfacher in unsere Gesellschaft integrieren. Um in Zukunft weiter eine funktionierende Wehr vorhalten zu können, ist es unabdingbar, die Jugendarbeit zur obersten Priorität zu erkennen und zu fördern.
Frage:
Wäre es für Sie vorstellbar, die Feuerwehren bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen, vielleicht durch Programmpunkte im Rahmen Ihrer Siegbacher Ferienpassaktion?
Antwort:
Natürlich unterstützen wir die Feuerwehr bei der Nachwuchsgewinnung. Wir haben bereits in unserem diesjährigen Ferienpassprogramm einen „Schnuppertag bei der Feuerwehr“ in unserem Programm angeboten, das ganz toll angenommen wurde. Es war ein Erfolg, dass 26 Jungen und Mädchen sich daran beteiligten. Unsere Feuerwehren konnten damit ihre Chancen nutzen.
Frage:
Wie stehen Sie persönlich zur Bildung von Stützpunktfeuerwehren, also der Zusammenlegung von Ortsteilfeuerwehren in Siegbach?
Antwort:
Wir wollen dies natürlich so lange es irgend geht vermeiden. Einen solchen Prozess kann man m.E. nicht politisch von oben durchdrücken. Falls es irgendwann einmal solche Überlegungen von politischer Seite geben wird, so muss das im Konsens und in Zusammenarbeit mit GBI, Wehrführern und nicht zuletzt mit den Kameraden erfolgen.
Frage:
Feuerwehren kosten den Steuerzahler viel Geld. Besonders schmerzhaft spürt das natürlich eine finanzschwache Gemeinde wie wir in Siegbach. Wenn Sie also sagen, es muss auch im Bereich der Feuerwehren gespart werden, dann ist dies sicher nachvollziehbar. Können Sie uns etwas Genaueres zur „Grenzziehung“ sagen?
Antwort:
Das Hauptproblem sehe ich bei den enorm hohen Standards, die in der Feuerwehr angelegt werden. Dies merken wir insbesondere bei der Ersatzbeschaffung von Material und Ausrüstung. Natürlich muss die Feuerwehr mit der bestmöglichen Ausstattung ausgerüstet sein. Natürlich gilt dies besonders für den Schutz von Leib und Leben der Ehrenamtlichen, aber auch möglicher Geschädigter. Wie ich im nächsten Punkt noch weiter ausführen werde, bedarf es dazu intensiver Gespräche, weil jeder weiß, dass wir trotz allem guten Willen finanziellen Grenzen unterliegen, die wir nicht einfach wegwischen können. Ich bin mir aber sicher, dass wir wieder vernünftige Lösungen finden werden.
Frage:
Ein wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes. Hier zeigen sich am ehesten Chancen und Risiken der Feuerwehrfinanzierung. Wie könnte dieser Plan perspektivisch umgesetzt werden?
Antwort:
Zunächst eine allgemeine Information zum Feuerwehrbedarfsplan.
Aufgabe dieses Planes ist es, die Entwicklung einer Feuerwehr für einen Fünf-Jahres-Zeitraum zu entwickeln und zu beschreiben und somit die Grundlage für den Brandschutz zu legen. Er wird durch die Gemeindegremien beschlossen und erhält dadurch entsprechendes Gewicht. Insofern ist es also nicht ganz richtig, wie es oft geschieht, den Feuerwehrbedarfsplan rein als einen Finanzbedarfsplan zu sehen. Der erste Plan wurde im Jahr 2004 durch die Gemeindevertretung beschlossen. Er wird nun voraussichtlich bis Ende des Jahres durch die Gemeinde unter Einbeziehung der Feuerwehren und fachlicher Beteiligung des Kreisbrandinspektors fortgeschrieben und voraussichtlich im kommenden Jahr den Gemeindegremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.
Natürlich stellen die finanziellen Aspekte des Planes einen wichtigen, möglicher Weise sogar den wichtigsten Beratungspunkt dar. Grund sind auch hier die Finanzen. Die Gemeinde Siegbach hat sich
in den letzten Jahren immer wieder bemüht, trotz engster finanzieller Spielräume die Feuerwehren ordentlich und vernünftig auszustatten und wird dies auch weiterhin tun. Besonders unter
Sicherheitsaspekten für die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmänner- und frauen hat die Gemeinde immer das Notwendig getan. Bezogen auf den neuen Plan stelle ich mir vor, dass wir die neuen
Anforderungen sorgfältig miteinander besprechen, Prioritäten setzen und Wege suchen, wie wir den neuen Anforderungen gerecht werden könne. Ich bin sicher, dass wir mit den Gemeindegremien und den
Feuerwehren hier wieder einen vernünftigen und gangbaren Weg finden werden. Ich zähle dabei darauf, dass in Siegbach bisher immer eine große Verständigungsbereitschaft der Akteure bestanden
hat.
Frage:
Wo werden die finanziellen Schwerpunkte bei den Feuerwehren in den kommenden Jahren liegen?
Antwort:
Diese Frage jetzt, vor der Beratung der Fortschreibung zu beantworten, würde zu kurz greifen. Deswegen möchte ich sie erst beantworten, wenn mir die Anforderungen der Fortschreibung bekannt sind und ich diese überschauen kann. Ich werde also gerne nochmals darauf reagieren.
Feuerwehr feiert 75. Geburtstag
Das Fest ist vorüber, die Banderole wird eingerollt
75-Jahre Freiwillige Feuerwehr Übernthal:
Das Interview nach dem Jubiläum
Vor wenigen Tagen sind die Veranstaltungen im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr mit 2 Konzerten zu Ende gegangen. Schon früh in der Planungsphase stand fest, dass der Feuerwehrgeburtstag nicht mit einem mehrtägigen Fest begangen werden soll, sondern durch mehrere Veranstaltungen. Interessant sind die Ergebnisse. Fragen dazu beantwortet der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Oliver Trusheim und Wehrführer Hans-Georg Schäfer im folgenden Interview.
Frage:
Das Fest ist nun eine Woche vorüber, ist der Feuerwehralltag wieder eingekehrt?
Georg:
Ich freue mich wieder auf den nächsten Übungsabend. Dann wird wieder der normale Übungsbetrieb aufgenommen, da einige Abende für die Vorbereitungen zu den einzelnen Festveranstaltungen geopfert wurden.
Oliver:
Ich würde sagen, dass der Alltag wieder langsam einkehrt. Einige Nachbereitungen müssen noch erledigt werden, danach geht es nahtlos in die weiteren Planungen und das „normale“ Vereinsleben über.
Frage:
Es war ja eine ungewöhnliche Geburtstagsfeier, die Ihr geplant und veranstaltet habt. Normalerweise wird ein solcher Anlass mit Festzelt in einer mehrtägigen Veranstaltung begangen. Ihr habt einen anderen Weg gewählt. Was waren die Gründe dafür?
Georg:
Wir wollten für uns ein finanziell und arbeitstechnisch überschaubares Fest feiern, wie es damals, bei unserem 50-jährigen im Schützenhaus war. Das ist auch gelungen. Die Entscheidung, den akademischen Abend in Eisemroth zu feiern, ergab sich aus dem Platzbedarf, da wir in Übernthal keine ausreichenden Räumlichkeiten hatten.
Oliver:
Es gab mehrere Gründe. Zunächst hatten wir an das Dorffest 2000 gedacht und wollten unser Jubiläum ähnlich ablaufen lassen, doch leider durften wir die Straße im Dorf nicht sperren lassen. Auch ein mehrtägiges, zusammenhängendes Fest stand zur Debatte. Wir haben jedoch schnell gemerkt, dass die allgemeine Stimmung eher zu mehreren kleinen Veranstaltungen tendierte. Natürlich wollten wir auch das finanzielle Risiko in Grenzen halten.
Frage:
Habt Ihr Resonanz von Euren Gästen, wie ihnen die Veranstaltungen gefallen haben?
Georg:
Ich habe viele positive Stimmen zum Info-Tag und zur akademischen Feier gehört, die Mischung aus Ansprache und anschließendem Tanz mit den Moonlights war gut gelungen. Der Gottesdienst war bestens besucht und sehr gut von Pfarrer Stambke und Pfarrerin Düver unter Einbindung der Talkgäste gestaltet.
Oliver:
Es ist wie immer und ich denke auch normal, dass es Befürworter aber auch Kritiker gibt. Alles in Allem überwog aber die positive Resonanz.
Frage:
Wie viele Personen haben etwa am Gelingen der Veranstaltung mitgewirkt und war es schwierig, Helfer zu gewinnen?
Georg:
Wir hatten mit Jürgen Kleinschmidt einen guten Dienstplaner. Er hat viele Personen angesprochen. Besonders hervorheben und anerkennen will ich, dass auch viele vom Schützenverein und dem Thalgebrösel Dienst gemacht haben. Auch der Festplatz war hervorragend „anders“ hergerichtet. Dafür ein großes Lob den Gestaltern, um Carsten, Dieter, Hannes und Klaus.
Oliver:
Über dem Daumen gepeilt, waren es bestimmt 60-80. Es ist oft schwierig Helfer zu bekommen. In unserem Fall muss ich aber sagen, dass von Hinten bis Vorne oder besser von Anfang bis Ende alle gut mitgezogen haben. Alle haben ihr bestmögliches gegeben. Vielen Dank dafür!
Frage:
Habt Ihr einen Überblick, wie die einzelnen Veranstaltungen angenommen wurden, was waren aus Eurer Sicht die Highlights?
Georg:
Zu der Infoveranstaltung hätten mehr Leute kommen können, zumal es eine breit gefächerte Info über Rauchmelder/Hochwasser, etc. gab. Mir persönlich hat der akademische Abend sehr gut gefallen, zu späterer Stunde waren ja doch etliche von uns Tanzmuffeln so richtig gut auf der Bühne dabei. Natürlich hätten am Samstag zur Rocknacht noch mehr Leute kommen können, aber bei der Fülle von Veranstaltungen im Umkreis war wohl nicht mehr drin. Außerdem ist alles friedlich abgelaufen, was ja heute auch nicht mehr selbstverständlich ist. Zum Sonntag braucht man nicht viel sagen, einfach super!
Oliver:
Für mich war irgendwie jede Veranstaltung ein Highlight. Es war sehr abwechslungsreich und immer gut gelungen.
Frage:
Wart Ihr mit der Beteiligung Eurer Nachbarwehren an den Veranstaltungen zufrieden?
Georg:
Einige Wehren waren sehr gut bei den Veranstaltungen vertreten, bei anderen wiederum hat es mich verwundert, dass noch nicht einmal eine Rückmeldung kam, zumal man auch im Umkreis bei vielen Jubiläen am Festzug teilgenommen hat!
Oliver:
Da kann ich mich Georg anschließen.
Frage:
Auch eine Veranstaltungsreihe ist immer mit Risiken verbunden, seid Ihr mit dem Ergebnis zufrieden?
Georg:
Voll zufrieden! Es ist so abgelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Natürlich sind wir ein Risiko wegen des Wetters eingegangen, es hat aber hervorragend mitgespielt. Unterm Strich war es durch die Einzelveranstaltungen auch sehr arbeitsintensiv, aber das finanzielle Risiko war nicht vorhanden.
Oliver:
Die Risiken haben wir gesehen und versucht sie zu minimieren. Das einzige was wir nicht beeinflussen konnten, war das Wetter und das hat glücklicher Weise mitgespielt. Was will man mehr!
Frage:
Wie geht die Feuerwehrarbeit nun weiter? – Gibt es schon heute Termine und Aufgaben, die besonders erwähnenswert sind?
Georg:
Zunächst danke ich allen Helfern, Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit. Es war ein schönes Jubiläumsjahr. Nun werden uns nun wieder ganz der Feuerwehrtätigkeit widmen. Als nächstes müssen wir eine Lagermöglichkeit für gefüllte Sandsäcke herstellen, dafür wurden schon von Harry Schirmuly Gitterboxen besorgt. Auch am Geräteschuppen müssen noch ein paar Restarbeiten gemacht werden, und dann sind wir schon locker im Herbst!
Oliver:
Auch ich möchte allen danken, die aktiv an dem Gelingen unseres Jubiläumsjahres mitgewirkt haben. Geplant ist noch ein Helferfest. Danach machen wir uns Gedanken über das nächste Jahr.
75. Geburtstag der Feuerwehr endete mit tollen Konzerten
Die "Böhmische Blasmusik"Siegbach-Übernthal, 10. Juli 2011 – Mit zwei tollen Konzerten endeten am letzten Wochenende die Feierlichkeiten aus Anlass der 75-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr. Bereits am Samstagabend heizte „Chapter One“ ihren fast 150 Fans kräftig ein. Den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete die „Böhmische Blasmusik“, die über 200 Volksmusikfans begeisterte.
Besser hätte das Finale des Übernthaler Feuerwehrgeburtstages nicht laufen können. zwei gut besuchte Konzerte bildeten einen tollen Abschluss für das Jubiläum. Klar, dass die Veranstalter um den Vorsitzenden des Feuerwehrfördervereins Oliver Trusheim und Wehrführer Hans-Georg Schäfer mehr als zufrieden waren. Fazit der Beiden:“ Das ist richtig gut gelaufen.“
Den Auftakt bildete bereits am Samstagabend „Chapter One“. Siegbachs Rockband zeigte erneut, dass sich die 6 Musiker um Werner Rex, Keyboard, zu einer absoluten Spitzenband entwickelt haben, die durch ihre eigene Interpretation vieler Hits begeisterte. Die klare Stimme von Leadsängerin Simone Hilberg faszinierte dabei ebenso, wie die tollen Gitarrensoli oder die Schlagzeugeinlagen von Drummer Klaus Bender. Es ist deshalb keineswegs erstaunlich, dass den über 150 Fans, die zum Konzert nach Übernthal gekommen waren, trotz kühler Abendtemperaturen nicht kalt wurde.
Ein Kontrastprogramm zu den abendlichen Rockklängen bildete bei herrlichem Sommerwetter das Konzert der „Böhmischen Blasmusik“ am Sonntagmorgen auf dem Festplatz in Übernthal. Mit bekannten und beliebten volkstümlichen Klängen sorgten die „Böhmischen“ für Hochstimmung beim Frühschoppen der Feuerwehr. Über 200 Volksmusikfans waren hellauf begeistert von der Musik der Kapelle, die viele „Hits der Volksmusik“ in ihrem Repertoire hatten.
Natürlich kam etwas Wehmut auf, als die Feierlichkeiten mit dem Konzert der „Böhmischen“ ausklang. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen gelungenen Jubiläumsgeburtstag der Übernthaler. Er wird noch Jahre für guten Gesprächsstoff sorgen.
Galerie 1 - OpenAir Rock mit Chapter One
Galerie 2 - Frühschoppen mit der "Böhmischen Blasmusik"
Über 200 Besucher beim Gottesdienst in Übernthal!
"Feuer und Flamme" war das Thema des Ortswechselgottesdienstes in Übernthal
Siegbach-Übernthal, 26. 06. 2011 – Über 200 Besucher kamen zum Ortswechselgottesdienst der Evangelischen Kirche zum Feuerwehrgerätehaus in den Siegbacher-Ortsteil Übernthal. Anlass war der 75. Geburtstag, den die Freiwillige Feuerwehr Übernthal in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen feiert. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch Gerd Moos und seine Singgruppe, der eigens dafür das Lied „Feuer und Flamme“, geschrieben hatte.
Nachdem es in den letzten Tagen geregnet hatte, wurde es passend zum Festgottesdienst trocken. Es schien sogar zeitweise die Sonne, als Pfarrer Markus Stambke, mit Pfarrerin Heike Düver, die Gottesdienstteilnehmer begrüßte. Beide stellten den Gottesdienst unter die Leitworte „Feuer und Flamme – mit Leib und Seele dabei sein.“ Gemeint war das Engagement von Menschen im Ehrenamt.
In einer kleinen „Talkrunde“ berichteten Hans-Georg Schäfer und Frank-Peter Steih, dass sie bereits mit 17 Jahren in die Feuerwehr eingetreten seien und seit dem aktiv in verschiedenen Funktionen mitwirkten. Eindrucksvoll waren ihre kurzen Ausführungen über ihre Feuerwehrzugehörigkeit, ihre Motivation und Aufgaben in der Feuerwehr. Nachdenken unter den Zuhörern löste Frank-Peter Steih aus, als er im Zusammenhang mit einem Einsatz über die Gefühle der Feuerwehrmänner und –frauen berichtete, mit denen sie zu Einsätzen ausrücken müssten oder welche Schwierigkeiten es mitunter bereite, Unfallszenen zu verarbeiten.
Selina Steih und Katrin Schäfer stellten die Jugendfeuerwehr vor. Sie berichteten über ihre Aufgaben und das bunte Programm, das viel Abwechslung biete. Ihr Wunsch war es, dass noch mehr Kinder und Jugendliche den Weg in die Jugendfeuerwehr finden.
Mit sehr viel Begeisterung berichtete Heidrun Plitt über ihre Arbeit in Übernthals neuem Dorfladen. Gefragt nach ihre Motivation und der ihrer Vereinsmitglieder, erklärte Heidrun Plitt, dass die sozialen Kontakte im Dorf immer mehr verkümmert seien. Dies habe so nicht weitergehen können. Besonders ältere Menschen habe dies betroffen. Der Dorfladen sei nun der Versuch, dieser Entwicklung entgegen zu steuern und eine Plattform für die Übernthaler zu finden. Dafür, so Heidrun Plitt, lohne sich die Arbeit allemal.
Seine Liebe zur Musik, war Willi Klingelhöfer, auch in der Talkrunde deutlich anzumerken. Seit über 40 Jahren, so berichtete Willi Klingelhöfer, sei er in Übernthal und nun seit einiger Zeit auch in Tringestein für die musikalische Begleitung der Gottesdienste zuständig. Man merkte es ihm in seinen Ausführungen an, dass er Feuer und Flamme war und mit Leib und Seele bei seiner Musik.
Alle Gesprächsgäste einte der Wunsch, dass ihre Arbeit auch nach ihrer aktiven Zeit fortgeführt werde. Übereinstimmend äußerten sie die Hoffnung, dass auch danach genügend Menschen ihrem Vorbild folgten und sich engagierten.
Im Mittelpunkt der Predigt stand bei diesem Gottesdienst das Hohelied der Liebe. Pfarrerin Heike Düver gelang es dabei, diesen Text des Alten Testamentes, in gut verständlicher Weise und mit aktuellen Bezügen auszulegen.
Mit dem Segen für die Gottesdienstgäste durch Pfarrer Stambke endet schließlich dieser fröhliche und heitere Gottesdienst schließlich.
Das sich das von der Feuerwehr vorbereitete Essen danach etwas verzögerte, fiel weder auf, noch ins Gewicht.
Fotos vom Ortswechselgottesdienst am 26. Juni 2011 in Übernthal
Eine besondere Form des Erinnerns:
Feuerwehr ehrt verstorbene Feuerwehrmitglieder durch Gedenkband an der Standarte
Eine ganz besondere Ehrung für verstorbene Feuerwehrangehörige haben Wehrführer Hans-Georg Schäfer und sein Stellvertreter Frank-Peter Steih vorgenommen. Im Rahmen des Ortswechselgottesdienstes, der am 26. Juni 2011 in Übernthal stattfand, hefteten sie der Feuerwehrstandarte ein Erinnerungsband für verstorbene Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Übernthal bei.
Damit, so Wehrführer Hans-Georg Schäfer, wolle man diese nicht nur „ehren“, sondern auch zum Ausdruck bringen, dass sie in der Freiwilligen Feuerwehr nicht vergessen seien.
Wehrführer Hans-Georg Schäfer begrüßt GästeLandrat Wolfgang Schuster: Feuerwehren leisten hervorragende Arbeit
Lang war die Liste der Geburtstagsgäste und Gratulanten, die Wehrführer Hans-Georg Schäfer am 28. Mai 2011 im Bürgerhaus in Eisemroth zum 75. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Übernthal begrüßen konnte. Neben den Nachbarwehren begrüßte Hans-Georg Schäfer auch zahlreiche Ehrengäste, darunter Landrat Wolfgang Schuster, Bürgermeister Berndt Happel und Pfarrer Markus Stampke. Schäfers besonderer Gruß galt darüberhinaus einer Abordnung der Garzer Feuerwehr (Insel Rügen) die mit den Übernthalern schon seit Jahren durch eine Partnerschaft verbunden sind. Er dankte allen Gästen für deren Kommen.
In seiner Festrede ließ Hans-Georg Schäfer anschließend die Geschichte der Übernthaler Florianer Revue passieren (siehe hierzu die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr in dieser Homepage). Mit einer gesunden Portion Stolz stellte er dabei auch die aktuellen Leistungen der Übernthaler Feuerwehrfrauen und Männer und die hervorragende Jugendarbeit der Wehr dar.
Zahlreiche Gäste gratulierten den Übernthalern Florianern zu ihrem Ehrentag.
Wolfgang Schuster und Berndt Happel betonten dabei die Bedeutung der Feuerwehren für die Gesellschaft und stellten deren Engagement für die Öffentlichkeit in den Vordergrund. Schuster wörtlich: Was Ihr leistet ist einzigartig und kann nicht hoch genug geschätzt werden. Der Landrat machte deutlich, dass er bei aller Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit, die durch die Vereine geleistet werden, immer noch einen Unterschied zu den Feuerwehren sehe. Schuster: Wenn eine Gemeinde keine Freiwillige Feuerwehr mehr hat, dann hat sie ein Problem, dann ist der Bürgermeister oder der Gemeindevorstand gefordert.
Bürgermeister Berndt Happel ging in seiner sehr persönlich gehalten Rede ebenso wie zuvor der Landrat auf die Leistungen der Feuerwehren im Allgemeinen und besonders auf die der Übernthaler ein. Happel lobte die Übernthaler, die auch mit Blick auf ihre Jugendarbeit einiges vorzuweisen hätten. Nachdenklichkeit machte sich im Raume breit, als er über einen schweren Unfall berichtete, den vor Jahren seine eigene Familie betroffen habe. Happel sehr ernst: "Das hat mir vor Augen geführt, wie wichtig Eure Arbeit ist und welchen Belastungen Ihr dabei manchmal ausgesetzt seid."
Hans-Georg Schäfer erhält das Silberne Ehrenkreuz des Nassauischen FeuerwehrverbandesBesondere Ehrung für Wehrführer Hans-Georg Schäfer
Hans-Georg Schäfer, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, wurde während der akademischen Feier zum 75-jährigen Jubiläum eine ganz besondere Auszeichnung zu Teil: Kai Reeh, der Kreisbrandinspektor Rupert Heege vertrat, überreichte ihm das Silberne Ehrenkreuz des Nassauischen Feuerwehrverbandes. In einer kurzen Laudatio ging er auf Hans-Georg Schäfers Verdienste für die Freiweillige Feuerwehr Übernthal ein und dessen langjähriges Wirken für die Übernthaler Wehr. Sichtlich überrascht und von der Ehrung berührt, nahm Schäfer diese Ehrung entgegen.
Dem Dank schlossen sich auch seine Kameraden vom Feuerwehrverein und der Einsatzabteilung an. Oliver Trusheim und Carsten Nöcker, dankten Hans-Georg Schäfer und dessen Ehefrau Edith für viele Jahre Vorstandsarbeit "und Geduld und Verständnis" für die Feuerwehr.
Ehrung von Hans-Georg und Edith Schäfer durch Oliver Trusheim und Carsten Nöcker
Markus Feith befördert mit Bürgermeister Berndt Happel die Übernthaler AktivenBeförderungen
Zahlreiche Beförderungen hatten Siegbachs Ortsbrandmeister, Markus Feith, im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 75. Geburtstag vorzunehmen. Verbunden mit einem herzlichen Dank für die bisherigen Leistungen wurden durch die Aushändigung entsprechender Urkunden befördert:
Sandra Wagner, zur Feuerwehrfrauanwärterin
Linda Spanknebel zur Oberfeuerwehrfrau
Sarah Klingelhöfer zur Hauptfeuerwehrfrau
Sebastian Wagner zum Hauptfeuerwehrmann
Sascha Kleinschmidt zum Hauptfeuerwehrmann
Benjamin Klingelhöfer zum Löschmeister
Carsten Nöcker zum Löschmeister.
Ehrung
Geehrt wurde außerdem Claudia Klingelhöfer, für 20-jährige aktive Mitgliedschaft in der Übernthaler Wehr.
Kai Reeh ehrt Claudia Klingelhöfer
Willkommen
auf der Homepage
der Freiwilligen Feuerwehr
Übernthal
