Vermeiden Sie Unfälle - Vorsicht beim Umgang mit Raketen und Knallkörpern!
Rauchmelder: Lassen Sie sich beraten!Rauchmelder sind Lebensretter!
Die meisten Brandopfer, etwa 70%, verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung! Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt.
Tagsüber kann ein Brandherd meistens schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.
Rund 500 bis 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für diese Brände ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit. Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus. Rauchmelder (Brandmelder) retten Leben – der laute Alarm des Rauchmelders (auch Rauchwarnmelder oder Brandmelder, Feuermelder) warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft den nötigen Vorsprung , um sich und die Familie in Sicherheit bringen zu können.
Sicherheit durch Rauchmelder
Brandrauch ist in jeder Wohnung und für jeden Menschen ein ungebetener und vor allem unerbittlicher Gast. Der entstehende Schaden ist unermesslich. Brandrauch füllt innerhalb kurzer Zeit nach Brandausbruck eine Wohnung vollständig aus. Der hohe Kohlenmonoxidgehalt im Rauch lässt schlafende Personen bewusstlos werden. Häufig tritt der Erstickungstod schon ein, bevor die Feuerwehr überhaupt alarmiert ist.
Wie funktionieren Rauchmelder?
Die Geräte unterschiedlicher Hersteller arbeiten grundsätzlich nach gleichen oder ähnlichen Methoden. Die Rauchmelder verfügen über eine Messkammer, in der in bestimmten Intervallen kurzzeitig eine Lichtquelle eingeschaltet wird. Treten Rauchpartikel in diese Messkammer ein, aktiviert das dabei entstehende Streulicht eine Fotozelle. Diese löst die Alarmierungseinrichtung aus und warnt durch einen lauten Signalton. Personen, die sich in einer Brandwohnung befinden, können schnell und situationsbezogen reagieren – die eigene Familie in Sicherheit bringen, die Feuerwehr alarmieren, Mitbewohner im Haus warnen oder den Entstehungsbrand bekämpfen. Im Notfall gibt ein Rauchmelder Zeit, all das zu erledigen.
Wo braucht man Rauchmelder?
In Privathaushalten ist ein Rauchmelder in einem zentral gelegenen Raum wie z. B. im Flur anzubringen. An der Schnittstelle zwischen Wohn- und Schlafbereich werden somit auch Schlafende durch den Signalton auf eine drohende Gefahr aufmerksam gemacht.
In mehrstöckigen Wohnhäusern empfiehlt es sich, in jedem Stockwerk mindestens einen Rauchmelder vor dem Schlafbereich zu montieren. Darüber hinaus sind vor allem Kinderzimmer durch ein zusätzliches Gerät zu schützen. Küche und Bad sollen ausgenommen werden, da Wasserdämpfe zu Fehlalarmen führen können. In kleinen Appartements mit einem Schlaf-/Wohnraum sollte der Melder in der Nähe des Schlafplatzes an der Decke installiert werden.
Einen sicheren Schutz stellt auch die Verbindung mehrerer Geräte miteinander. Löst ein Rauchmelder Alarm aus, ertönt das Warnsignal auch über alle anderen Geräte. Rauchmelder sind an der Decke in der Mitte des jeweiligen Raumes anzubringen. Dort können Geräte im Fall eines Feuers eine optimale Frühwarnung gewährleisten.
Als Mindestschutz sollte wenigstens ein Rauchmelder pro Wohnung an zentraler Position montiert werden. Für mehrstöckige Häuser oder Wohnungen gilt ebenfalls als Mindestschutz ein Rauchmelder pro Etage und Wohnung, jedoch ist auch im Keller und auf dem Dachboden eine Installation sinnvoll, da sich hier sehr oft unbeobachtete Brände entwickeln.
Batteriebetriebene Rauchmelder für private Haushalte
9V-Rauchmelder sind die optimale Lösung zum Nachrüsten im Wohn-, Büro- und Objektbereich. Sie sind ohne zusätzliche Kabelverlegung zu installieren. Die Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. In Deutschland erhältliche Rauchmelder für Privathaushalte funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Rauchererkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Diese Rauchmelder arbeiten unabhängig vom Stromkreis. Die Notwendigkeit des Batteriewechsels (eine Langzeitbatterie hält bis zu 10 Jahren) wird ca. 30 Tage, bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt.
Installation
Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren.
Sie sollen bei der Installation folgendes beachten:
- befestigen Sie Rauchmelder immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt;
- an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von den Wänden entfernt;
- immer in waagrechter Position (auch bei Dachschrägen);
- nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft;
- nicht in der Dachspitze (wenigstens 30 bis 50 cm darunter);
- nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf und Staub oder Rauch entsteht.
In der Regel sollten Rauchmelder nach 10 Jahren ausgetauscht werden. Zu beachten ist die Bedienungsanleitung des Gerätes.
Tipps für den Kauf von Rauchmeldern
Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Rauchmeldern, so dass die Feuerwehr häufig gefragt wird, welche Typen besonders empfehlenswert sind. Da die Feuerwehr keine bestimmten Marken empfehlen darf, haben wir folgende Kriterien zusammengestellt:
- Der Rauchmelder muss einfach, durch Anschrauben zu befestigen sein.
- Der Rauchmelder muss mindestens 3 Jahre Garantie haben.
- Die mitgelieferte Batterie sollte eine Gebrauchsdauer von 5 Jahren oder mehr aufweisen. Hinweise dazu auf der Verpackung.
- Empfehlenswert sind Rauchmelder mit Funkausstattung ggf. auch als Nachrüstsatz, damit auch Alarme in einem Haus oder einer Wohnung drahtlos an alle Melder oder eine Meldezentrale weiter gemeldet werden.
- Die Rauchmelder funktionieren nur, wenn sie an der Decke hängend angebracht sind (siehe dazu die beiliegende Istallationsanleitung).
- Kaufen Sie den Rauchmelder dort, wo Sie dazu kompetent beraten werden können!
Die Gesetzeslage in Hessen
Mit der Änderung der Hessischen Bauordnung im Jahre 2005 wurden auch verbindliche Regeln für den Einbau von Rauchmeldern geschaffen. Nach der aktuell gültigen Gesetzeslage sind bestehende Wohnungen bis zum 31. Dezember 2014 mit Rauchmeldern auszustatten.Diese Gesetzänderung, die von allen Parteien des Landtages unterstütz wurde dient ausschließlich der Sicherheit. Der Einbau und die Überwachung von Hauseigentümern erfolgt nicht durch die Bauaufsichtbehörde, sondern sie ist in die Verantwortung der Eigentümer und Betreiber gelegt.
Quellen: Berliner Feuerwehr
Homepage: Rauchmelder retten Leben

Die folgenden Tipps sollten Sie beim Abbrennen des Silvesterfeuerwerks berücksichtigen!
Am Silvesterabend wird das alte Jahr mit viel Lärm verabschiedet. Das traditionelle Abbrennen von Feuerwerkskörpern bringt aber leider vielfältige Brandgefahren. Der Spaß der Silvesterknallerei kann sehr unangenehme Folgen haben und für die Feuerwehren steht die arbeitsreichste Nacht des Jahres bevor.
Durch Unfug oder unachtsamen Umgang mit Silvesterfeuerwerk hat schon für so manchen das neue Jahr schlecht angefangen. Schwere Unfälle und Brände häufen sich in der Silvesterzeit.
Die Tatsache, dass Feuerwerkskörper frei verkäuflich sind, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier mit Sprengstoff umgegangen wird.
Über die Gefahren und den sachgerechten Umgang mit Feuerwerkskörpern informieren folgende Brandschutztipps:
Verwenden Sie nur in Deutschland hergestellte Feuerwerkskörper der Kategorie 1 oder 2 mit dem neuen CE-Kennzeichen oder mit der alten BAM-Nr. P1 und P2. Werden Ihnen Feuerwerkskörper der Kategorie 3 oder 4 angeboten (nur für Personen mit Personen mit spezieller Erlaubnis und Befähigungsschein zulässig) bzw. solche ohne entsprechende Kennzeichnung, informieren Sie die Polizei.
- Knallkörper und Raketen in jedem Falle kühl lagern.
- Tragen Sie Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.
- Gebrauchsanweisung bereits im Vorfeld sorgfältig lesen.
- Nur den Teil aus einer Packung entnehmen, der sofort verbraucht wird.
- Feuerwerkskörper nur im Freien abbrennen.
- Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen, sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten.
- Beim Anzünden von Feuerwerkskörpern für sich selbst und die Umgebung (z. B. Gebäude, landwirtschaftliche Einrichtungen, Lagertanks mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen) ausreichenden Sicherheitsabstand bewahren.
- Angezündete Knallkörper sofort wegwerfen! Nicht in der Hand behalten.
- Feuerwerkskörper nicht unkontrolliert wegwerfen (z.B. in Fenster oder Hausöffnungen).
- Niemals nach Personen werfen oder zielen! Keinesfalls sollten pyrotechnische Artikel unter oder gar auf fahrende Fahrzeuge geworfen werden.
- Raketen sollten in große Flaschen gestellt werden, die wiederum in einem Kasten stehen. Die Flugrichtung muss so gewählt werden, dass die Raketen nicht auf Häuser oder leicht brennbares Material fliegen können. Das Bündeln von Raketen soll unterbleiben, da durch ungleiche Zündungen Kursabweichungen unvermeidbar werden.
- Wenn Feuerwerksköper nicht zünden oder versagen, nicht nachkontrollieren oder nachzünden, sondern mit Wasser übergießen, um unkontrolliertes Zünden zu verhindern.
- Von Jugendlichen nur ungefährliche und für das entsprechende Alter zugelassene Artikel abbrennen lassen und dabei beaufsichtigen.
- Fenster, vor allem Dachfenster und soweit möglich auch Rollläden, in der Silvesternacht schließen.
- Schützen Sie Ihren Balkon oder entsprechende Unterstände vor Böllern! Gartenmöbel, Sonnenschirme, leere Kisten, Zeitungsstapel, der ausgediente Weihnachtsbaum erhöhen die Brandlast ungemein.
Bei einer Brandausdehnung sofort Notruf 112 wählen.
(Fundstelle: Nassauischer Feuerwehrverband)
Bald schon ist Weihnachtszeit......

Gefahrenquelle Weihnachtsbaum
Immer wieder liest man in der Advents- und Weihnachtszeit Meldungen über Brände, deren Ausgangpunkt der Weihnachtsbaum oder der Adventskranz war. Unverständnis macht sich breit,
- warum breitete sich der Brand so schnell aus?
- gab es keine Möglichkeit, den Brand zu verhindern?
- gibt es keine Möglichkeit, den Weihnachtsbaum schwerentflammbar zu
machen?
Rund 400.000 Nadeln hat die „Standardausführung“ eines Weihnachtsbaumes, eine Fichte von 2,20 m Höhe. Im Wesentlichen stellen die Nadeln, nicht die Zweige und der Stamm, die gefährliche Brandlast des Baumes dar. 400.000 Einzelelemente von brennbarem Stoff, die sich im Abstand von nur wenigen Millimetern zu einander befinden. Schneidet man eine Nadel auf und legt sie unters Mikroskop, so erkennt man, dass das Innere der Nadel aus winzigen Harznestern, Harzseen besteht. Pflanzliches Gewebe umschließt diese Harzseen. Gewebe, dessen Festigkeit sich mit dem Feuchtigkeitsgehalt erhöht und am ungeschlagenen Baum nahezu die Brandschutzklasse „schwerentflammbar“ erreicht.
Geschlagen werden Weihnachtsbäume oft Ende November. Über 2-3 Wochen lang erhalten die Nadeln dann keine Feuchtigkeit mehr, dörren aus und werden zunehmend brennbarer. Werden dann die Harzseen im inneren einer Nadel (z.B. durch eine Kerzenflamme) erhitzt, so beginnt sich das Harz zu verflüssigen und danach zu verdampfen. Der brennbare Dampf baut einen derart hohen Druck auf, dass das umschließende pflanzliche Gewebe wie bei einer Explosion auseinandergerissen wird. Je trockener der Baum, desto früher setzt dieser Vorgang ein. Der sich bildende Dampfdruck kann so stark ansteigen, dass durch die Explosion Luftmassen verdrängt und unmittelbar in der Nachbarschaft stehende Kerzen buchstäblich ausgeblasen werden. Der Harzdampf, der freigesetzt wird, verbrennt schlagartig und löst eine Kettenreaktion aus. Flammen springen von Nadel zu Nadel. Lametta beginnt zu brennen. Kugeln fallen herunter. Noch aufrecht stehende Kerzen geben ihre Standfestigkeit unter der entstehenden Erwärmung auf, werden nun auch zu „Brandstiftern“. Innerhalb weniger Sekunden steht der ganze Baum in Flammen. Geschenkkartons und –Papier, Vorhänge und andere brennbare Materialien werden von den Flammen erfasst. Irgendwann stürzt der Baum um und der Brand breitet sich weiter aus.
Während die Familie im Esszimmer die Weihnachtsgans tranchiert, platzen im Wohnzimmer die Fenster. Das Inferno kann nun nicht mehr mit nur einem Eimer Wasser verhindert werden.
Hätte man!!
- elektrische Weihnachtskerzen benutzt,
- den Baum nicht so nah ans Fenster in die Ecke gestellt,
- ihn festgebunden,
- den Baum mit Wasser versorgt,
- ihn eingesprüht,
- ihn nicht unbeaufsichtigt gelassen,
Auch in diesem Jahr werden sie wieder brennen, die Kerzen an den Weihnachtsbäumen und die Weihnachtsbäume selbst. Hoffentlich ein paar weniger.
Quelle: Florian Hessen 11/95
Sicherheitstipps Ihrer Feuerwehr zur Verhütung von Weihnachtsbaumbränden
- Kaufen Sie einen möglichst „frischen“ Weihnachtsbaum und stellen Sie ihn, bevor er in die Wohnung geholt wird in ein Gefäß mit Wasser, damit er nicht austrocknet.
- Stellen Sie den Weihnachtsbaum „sicher“ auf, d. h. er sollte möglichst auf einer festen Unterlage stehen und gegen Umfallen geschützt sein.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand insbesondere zu brennbaren Einrichtungsgegenständen, z. B. Gardinen, Möbeln etc.
- Wesentliche sicherer ist Ihr Baum, wenn Sie elektrische Kerzen (auf VDE-Zulassung achten) verwenden.
- Wenn Sie trotzdem richtige Kerze verwenden wollen, achten Sie insbesondere darauf, dass die Kerzen
- auf einem nichtbrennbaren Kerzenhalter stehen und
- dass ein ausreichender Abstand zwischen den Kerzen und Tannenzweigen besteht.
Vielleicht die wichtigste Grundregel :
Lassen Sie Ihren Weihnachtsbaumkerzen nie ohne Aufsicht brennen und halten Sie Löschmittel bereit.
Wenn es zum Brand gekommen ist, zögern Sie nicht und alarmieren Sie Ihre Feuerwehr unter der Notrufnummer 112.

Tipps für die kalte Jahreszeit
Der Blick auf das Thermometer ließ zuletzt Zweifel aufkommen, ob wir uns schon im Spätherbst befinden. 14 – 17 °C und Sonnenschein erinnerten eher an den Frühling, als an den bevorstehenden Winter. Aber wie hieß es doch in der Werbung: „Der nächste Winter kommt bestimmt.“ Zur Vorbereitung darauf, haben wir einige Sicherheitstipps der Berliner Feuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Neubulach für die kalte Jahreszeit zusammengestellt, die wir gerne weitergeben.
Glatteis
In den vergangenen Jahren ist es auch bei uns mehrmals zu Blitzeis gekommen. Regen ließ bei niedrigen Temperaturen Straße, Gehwege und Bürgersteige innerhalb von Minuten zu spiegelglatten Eisflächen werden. Die Folge davon waren eine deutlich erhöhte Zahl von Verkehrsunfällen und zahlreiche Stürze, z. T. mit Knochenbrüchen. In solchen Situationen sollten Sie, wenn immer es möglich ist, am besten zuhause bleiben und den Wagen stehen lassen. Wenn Sie trotzdem aus dem Hause müssen, sollten Sie jedenfalls geeignetes Schuhwerk tragen und die Hände aus den Jacken- bzw. Manteltaschen nehmen, damit Sie die Hände frei haben. Aus dem gleichen Grunde sollten Sie Ihre Tasche oder Ihren Aktenkoffer im Büro oder zuhause lassen. Meiden Sie wann immer es möglich ist, ungestreute, ungeräumte oder abschüssige Gehwege oder Straßen. Verzichten Sie auf Ihr Auto und nutzen Sie nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel.
Betreten von Eisflächen
Eisflächen stellen immer wieder eine besondere Gefahr dar. Häufig werden sie leichtsinniger Weise betreten und nicht selten brechen Menschen im Eis ein. Deswegen gilt immer: „Eisflächen nur betreten, wenn diese durch staatliche Stellen, also z. B. die Ordnungs-behörden“ freigegeben sind. Diese Flächen sollten Sie immer nur mit größter Vorsicht und äußerst umsichtig und nie alleine betreten. Vergewissern Sie sich vorher, ob das Eis stark genug ist, dass es Sie trägt. Die sogenannte „Kerneisschicht“ sollte dabei wenigstens 10 - 15 cm betragen. Vergewissern Sie sich, ob für den Notfall Rettungsgerät (Äste, Seile, Tische, Bänke usw.) in der Nähe lagern, auf die Sie im Notfall zurück greifen können.
Eisfläche des Aartalsees kann besonders tückisch sein!
Diese Sicherheitshinweise gelten ganz besonders für den Aartalsee. Trotz Warnungen oder sogar Verboten, wird die Eisfläche immer wieder betreten. Wer dies tut, geht ein großes Risiko ein, denn die Eisfläche des Aartalsees ist durch die Strömungsverhältnisse im See, besonders tückisch. Wobei die Gefahr in der Nähe der Staumauer durch die oft unterschiedlich starke Eisdecke besonders groß ist.
Sofortmaßnahmen
Bricht jemand ins Eis ein, muss er natürlich so schnell wie möglich gerettet werden, um ein Abtreiben unter das Eis oder eine Unterkühlung zu vermeiden. Dazu sind Passanten unter Beachtung der Eigensicherung verpflichtet. Grundsätzlich sollte immer sofort ein Notruf (112) abgesetzt werden. Wichtig ist es mit der verunglückten Person zu reden und versuchen sie zu beruhigen. Mut sollte ihr zugesprochen und Hilfe angekündigt werden. Sofern vorhanden, sollte ihr eine Leiter, Stange, Ast, Bank, Seil oder ähnliches zugeschoben und sie vorsichtig aus dem Eis herausgezogen werden. Muss ein Helfer selbst die Eisfläche betreten, ist äußerste Vorsicht und Eigensicherung unverzichtbar. Weitere Passanten oder Schaulustige sollten zur Hilfe aufgefordert werden, zumindest aber, den Notruf abzusetzen. Wird das Eis von Helfern betreten, sollten diese darauf achten, dass sie ihr Gewicht möglichst auf breiter Fläche auf dem Eis verteilen, um so dem eigenen „Einbrechen“ vorzubeugen. Deswegen sollte man sich ggf. auf dem Bauch liegend der verunglückten Person nähern und evtl. mit mehreren Personen eine Rettungskette vom Ufer bis zum Verunglückten zu bilden. Der Verunglückte sollte durch die Rettungskette möglichst durch eine vorsichtige Rückwärtsbewegung aus dem Eis gezogen werden. Ist die Rettung gelungen, sollte die verunglückte Person liegend in einen temperierten Raum transportiert, ihm wenn möglich, die nasse Kleidung ausgezogen und er danach warm eingepackt werden. Getränke und Mahlzeiten sollte er nicht erhalten und keinesfalls alkoholische Getränke. Falls erforderlich, sind Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten.
In 4 Wochen wieder in allen Stuben: AdventskränzeSicherheitsratschläge für die Advents- und Weihnachtszeit (Teil 1)
Kerzen und Adventskränze
Jedes Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit ereignen sich zahlreiche Brände von Adventskränzen, -gestecken und Weihnachtsbäumen. Brandursache ist in fast allen Fällen: unsachgemäßer oder leichtsinniger Umgang mit brennenden Wachskerzen. Kann ein Entstehungsbrand nicht beim allerersten Versuch gelöscht werden – Raum verlassen – Türen schließen und die Feuerwehr (Notruf: 112) alarmieren.
Hier einige Tipps zum richtigen Umgang mit Kerzen und Adventskränzen:
Sicherheitsmaßnahmen
Kleinlöschgeräte
Einen gefüllten Wassereimer und einen Scheuerlappen, eine Gießkanne oder eine Blumenspritze in greifbarer Nähe bereitstellen.
Kerzen
Brennende Kerzen immer beaufsichtigen
Brennende Kerzen nie alleine lassen – insbesondere nicht mit kleinen Kindern, auch nicht nur eine Minute
Keine Wunderkerzen verwenden (auch der Umwelt zuliebe)
Nur Sicherheitszündhölzer zum Anzünden von Kerzen verwenden.
Adventskränze und –gestecke
Aufstellen in ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen.
Auf eine feuerbeständige Unterlage. z. B. Blech oder Porzellanteller, legen.
Quelle: Berliner Feuerwehr

Erste Hilfe kompakt: Grillunfall
In Deutschland ereignen sich jährlich durchschnittlich 4.000 Grillunfälle. Glücklicher Weise gehen viele glimpflich aus, doch leider erleiden einige Betroffene leichte bis mittelschwere Verbrennungen. Jeder achte Grillunfall (insgesamt also 500!) endet mit schweren Verbrennungen in einem der deutschen Verbrennungszentren.
Die Hälfte aller Unfälle wird durch die Verwendung von flüssigen Brandbeschleunigern (wie zum Beispiel Benzin oder Spiritus) verursacht. Kommen diese mit dem heißen Grill in Berührung, entzünden sich die Gase der Grillanzünder schlagartig und lösen unberechenbare Stichflammen aus, die bis zu mehrere Meter Höhe erlangen können.
Betroffen sind meist alle umstehenden Personen, bei denen hauptsächlich der Bauch, die Arme und die Oberschenkel in Gefahr sind. Kinder sind besonders gefährdet, da sie auf Grund ihrer geringen Körpergröße auf Augenhöhe zum Grill stehen. Außerdem können bei Kindern wie bei Erwachsenen durch das Einatmen der heißen Gase Verbrennungen der oberen, im schwersten Fall auch der unteren Atemwege auftreten.
Erstmaßnahmen
Betroffene Personen müssen – unter Beachtung des Eigenschutzes – aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.
- Die Gefahrenquelle sollte wenn möglich mit Sand, sonst mit Wasser gelöscht werden (starke Rauchentwicklung beachten).
- Kleidungsbrände müssen so schnell wie mglich gelöscht werden.
Da die meisten Personen aus Panik wegrennen, müssen diese aufgehalten werden um ein weiteres Entfachen der Flammen und somit noch schwerere Verbrennungen zu verhindern. Ein Weg ist, die brennende Person mit einer Wolldecke (keine synthetischen Stoffe verwende n) am Hals abschließend zu umwickeln und zu Boden zu legen. Danach die Decke vom Hals beginnend in Richtung Füße abstreifen, ohne starken Druck auszuüben (Ersticken der Flammen).
- Sollte ein Feuerlöscher zur Verfügung stehen, ist dieser ebenso gut geeignet, sollte aber nicht auf das Gesicht der betroffenen Person gerichtet werden. Außerdem ist ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. CO2-Löscher sollten auf Grund der hohen Erfrierungsgefahr nur im äußersten Notfall benutzt werden.
- Noch brennende oder glühende Kleiderreste sollten entfernt werden, außer sie haben sich bereits mit der Haut verbunden.
- Beschränkt sich die Verbrennung auf kleinere Köperareale (bis etwa 10 % der Körperfläche), sollten diese zehn bis maximal 15 Minuten mit Leitungswasser (15 – 20°C) vor allem zu Schmerzbekämpfung gekühlt werden.
- Großflächige Verbrennungen dürfen nur kurz abgelöscht werden. Gerade bei Kindern und älteren Menschen besteht besonders die Gefahr einer Unterkühlung, die schwerwiegende Komplikationen wie eine Steigerung der Infektion und Gerinnungsstörung zur Folge haben kann. Deswegen darf keinesfalls Eis zur Kühlung verwendet werden. Ebenfalls sollten keine Hausmittel wie zum Beispiel Salben oder Gels aufgebracht werden.
Tipp:
Zur einfachen Abschätzung der verbrannten Köperoberfläche gilt folgende Faustregel:
Handinnenfläche des Betroffenen = 1% der Köperoberfläche.
- Nach der Kühlung werden die Wunden mit sterilen Tüchern (am besten Brandwundenverbandtuch, das in jedem Autoverbandskasten zu finden ist), abgedeckt. Um ein weiteres Auskühlen der betroffenen Person zu verhindern, muss diese mit Decken warmgehalten werden (auch hier eignet sich die Rettungsdecke aus dem Autoverbandskasten).
- Bei allen Verbrennungen, die mehr als fünf bis zehn Prozent der Köperoberfläche betreffen, muss der Rettungsdienst verständigt werden. Im Zweifel sollte immer unmittelbar nach dem Geschehnis der Notruf abgesetzt werden.
- Der Patient darf während der gesamten Zeit nie alleine gelassen werden. Bewusstsein, Atmung und Puls müssen ständig überprüft werden.
(Hinweis zur Quelle: Die Texte wurden weitgehend einer Veröffentlichung des Deutschen Feuerwehrverbandes, Berlin entnommen.)
Willkommen
auf der Homepage
der Freiwilligen Feuerwehr
Übernthal
